Urlaub 2014

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Ach ja, ich traue mich gar nicht über den Urlaub zu berichten. Aber der Reihe nach. Wie immer hatten wir bereits im Vorjahr mit der Urlaubsplanung für 2014 begonnen. Der Plan sah vor, den Ostseeküstenradweg, beginnend in Rostock, zu fahren. Der Weg sollte uns über den Darß, Rügen, Usedom und dann auf dem Oder-Neiße-Radweg nach Frankfurt/Oder führen. Ab Frankfurt wollten wir über Cottbus und Görlitz mit dem Zug nach Hause fahren. Der Plan wurde mit Bikeline-Büchern geplant und dann wieder ins Navi eingegeben. Im Frühjahr haben wir die Fahrkarten organisiert. Zur Information muss hier noch erwähnt werden, dass wir im September 2013 angefangen haben, mit Inlineskates zu fahren. Man wird gleich mitbekommen warum ich das hier erwähne. Den langen schönen Herbst, den an sich milden Winter und das Frühjahr haben wir genutzt, um an unserer Fitness zu arbeiten. Dazu gehörte einmal das Radfahren und dazu kam noch das Fahren mit den Inlinern. Wenn es unsere Zeit erlaubt hat, sind wir dann immer nach der Arbeit eine Stunde unterwegs gewesen. Und schließlich kam es so, wie es zu erwarten war. Eine Woche vor Urlaubsanfang haben wir noch einmal Rasen gemäht und sind danach noch los gefahren, um noch eine Stunde Inliner zu fahren. Noch am Auto stehend, zog es mir ein Bein weg und schon lag ich auf der Nase. Habe noch versucht mich mit einer Hand abzustützen. Gemerkt habe ich noch nichts weiter außer, dass drei Finger der linken Hand ganz leicht geschmerzt haben. Wir sind dann unsere Stunde gerollert und dann nach Hause. Als ich am Freitag Morgen aufgestanden bin, habe ich das Dilemma gesehen. Drei Finger der linken Hand dick und blau. Faust konnte ich auch keine machen. So sind wir noch vor der Arbeit zum Arzt gefahren. Erst röntgen und dann zum Doktor. Es stellte sich heraus, dass zwei Finger stark gestaucht waren und am Ringfinger ist die Gelenkkapsel gerissen. So wurde meine Hand in Gips gelegt und damit war die Urlaubstour erledigt. Nun hieß es neu planen. Erst einmal den Krankenschein auf Arbeit abgeben. Zu Hause setzen wir uns leicht deprimiert zusammen, um einen neuen Plan zu fassen. Ich hatte vor einiger Zeit im I-Net etwas über eine Inlinerstrecke in Brandenburg gelesen. Das nennt sich Fläming-Skate und soll Einzelstrecken mit zusammen über 200 km Länge haben und eine Pension direkt an der Strecke soll auch existieren. Schnell steht der Plan dorthin zu fahren und ein paar Tage dort zu verbringen. Es wurde telefonisch gebucht.

Montag 23.06.2014
Fahrt nach Oehna

Wetter super. Aufstehen um 06.00 Uhr. In aller Ruhe Kaffee trinken. Um Acht fahren wir los. Zuerst ins Kaufland, da wir noch ein Brot kaufen müssen. Dann geht es auf die Autobahn bis Dresden und dann Richtung Berlin. Wir nehmen die Abfahrt Ortrand. Ein Fehler, wie sich bald herausstellen wird. Kurz nach der Abfahrt verlieren wir die Orientierung, da die kleinen Klitschen auf unserem Autoatlas nicht oder nur ungenau verzeichnet sind (der Atlas ist eben von 1990).

Irgendwie schaffen wir es dann doch, über Elster- und Liebenwerda, bis nach Oehna. Durch meine kaputte Hand muß leider Ines alles fahren. Um 12.30 treffen wir in Oehna ein. Die Pension finden wir schnell, da sie genau an der Straße liegt, auf der wir in den Ort kommen. Zimmer beziehen und Einweisung erhalten geht sehr schnell. Wie eben die Brandenburger sind, ist es sehr unkompliziert. 13.15 Uhr machen wir den ersten Start auf den Inlinern. Nach meinem Sturz, lassen wir es etwas vorsichtig angehen.

Die erste Ausfahrt führt uns von Oehna nach Hohengörsdorf und wieder zurück. Auf der Tour halten wir Ausschau nach einer Gaststätte, um vielleicht einen Kaffee und etwas zu essen zu bekommen. Wir finden aber nichts. Da fällt uns ein, dass wir ja in Brandenburg sind. Dort ist es außerhalb der Touristenzentren, äußerst schwierig etwas zu bekommen (Rainald Grebe). Wir finden zwar eine Gaststätte, etwas entfernt von der Strecke über Dorfpflaster, die Öffnungszeiten hauen uns fast aus den Schuhen. Fr.-So von 16.00-19.00 Uhr bei Bedarf klingeln. Als wir in der Pension ankommen, machen wir uns Kaffee und essen dazu Leberwurstbrot und Wiener

Zum Abend gehen wir in die 250m entfernte Gaststätte, um Abendbrot zu essen. Wir essen jeder Schnitzel mit Pfifferlingen und trinken jeder zwei Hefeweizen. Als die Rechnung kommt, müssen wir schlucken. Es kostet 35,- Euro. Das Essen war zwar gut und die Portionen ausreichend, aber dieser Preis, in der Gegend, scheint uns doch etwas überzogen. Nach dem Bezahlen gehen wir zurück, waschen, noch fernsehen und dann schlafen.
Fahrstrecke war 18,00 km

Dienstag 24.06.2014
geplant: Rundtour ca. 25-30 km; gefahren: Rundtour 50 km !!
 

Wetter weiß nicht was es will. Erst Sonnenschein, dann gleich bewölkt. Nach einer unruhigen Nacht  (Feueralarm im Dorf, Mücke im Zimmer) stehen wir um 07.30 Uhr auf. Nach dem Waschen und der morgendlichen Zigarette, gehen wir 08.30 Uhr frühstücken. Das Essen ist liebevoll angerichtet und schmeckt echt super. Nach dem Frühstück gehen wir den Plan für heute durch. Wir wollen die Tour entsprechend der Karte vom “Fläming-Skate” fahren. Allerdings mit der Einschränkung, nach dem ersten Drittel die Rundtour zu verlassen und auf einem neuen Radweg die Tour auf ca. die Hälfte zu verkürzen, da uns die 50 km doch etwas zu lang vorkommen.
Nach dem Frühstück schnallen wir uns die Inliner an die Füße (Ines muß mir immer die Schuhe zubinden. Ich komme mir vor wie behindert). Dann geht es los. Die ersten Kilometer sind mit der Tour des ersten Tages identisch. Am Abzweig, Boch links, Langenlipsdorf rechts, entscheiden wir uns für “rechts”, auf dem RK6, Richtung Langenlipsdorf.

Das Wetter hat sich immer noch nicht entschieden. Mal Sonne, dann Wolken, im Ganzen aber noch trocken. Während der Fahrt begegnen uns auch andere Sportler. Allerdings sind es mehr Trainingsgruppen die im Sommer für den Wintersport trainieren. Die fahren nämlich mit Skirollern. Außerdem sind auch Radfahrer unterwegs. Die ersten Kilometer kommen wir gut voran. In Langenlipsdorf verlieren wir erst Mal die Orientierung. Ein Pärchen mit Fahrrädern hilft uns den richtigen Weg wieder zu finden. Kurz danach, nachdem wir eine Steigung überwunden haben, machen wir eine Pause.

Der Pausenplatz liegt auf einer Anhöhe. Während wir pausieren verdunkelt sich der Himmel immer mehr und es fängt leicht an zu tröpfeln. Wir hoffen, es wird nicht so schlimm. So ist es auch. Wir fahren weiter den Berg hinab und kommen nach Körbitz. Von Körbitz geht es, parallel zur Straße, nach Welsickendorf. Inzwischen regnet es etwas mehr. Wir lassen uns nicht beirren und fahren weiter. Es bleibt auch nichts anderes übrig, da es keine Möglichkeit zum Unterstellen gibt. Von Welsickendorf aus geht es dann eine Zeit durch den Wald Richtung Wiepersdorf. Der Regen wir immer mehr. Nun nähern wir uns dem Punkt, an dem wir den Rundkurs verlassen wollen und auf dem neuen Radweg Richtung Reinsdorf und von dort über Werbig nach Hohengörsdorf zu gelangen. Im Wald finden wir endlich einen Unterstand, der uns Schutz vor dem Regen bietet. Wir sind inzwischen bis auf die Knochen durchnäßt. Dort machen wir Frühstück.

Während wir frühstücken, schauen wir auf der Karte nach, um den Abbiegepunkt nicht zu verpassen. Auch reißt inzwischen die Wolkendecke auf und die Sonne kommt wieder zum Vorschein. Das macht uns richtig froh. Wir bleiben noch eine Weile sitzen, um etwas abzutrocknen. Inzwischen haben wir auch den Abzweig entdeckt. Der befindet sich unmittelbar gegenüber unseres Pausenplatzes. Gut dass wir verglichen haben. Wir packen unser Frühstück zusammen und auf geht es Richtung Reinsdorf. Es geht ein kurzes Stück durch den Wald. Dann öffnet sich das Panorama und wir sehen einen kleine Flugplatz vor uns.

Als wir den Flugplatz passiert haben, beginnt es zur Abwechslung wieder mal an zu regnen. Wir fahren weiter und kommen bald nach Reinsdorf. Im Ort wird die Straße so schlecht, dass ich mal wieder so richtig ins Straucheln gerate. Ich kann mich gerade so abfangen. Wenn ich wieder gestürzt wäre, dann bestimmt auch wieder auf die eingegipste Hand. Aber es ist ja gut gegangen. Leider führt der Radweg aus Reinsdorf nur auf der Hauptstraße weiter. Das kommt mit den Inlinern natürlich nicht in Frage. Also heißt es umkehren. Wieder zum Flugplatz und dann zurück auf den eigentlichen Rundkurs. Der nächste Ort ist Wiepersdorf. Das Wetter ist sehr wechselhaft. Mal Sonne, dann wieder Regen. Es ist zum Glück nicht kalt, so dass wir, obwohl wir immer wieder komplett nass sind, nicht frieren. Da es zum Umkehren bereits zu viele Kilometer sind, entschließen wir uns, den Rundkurs komplett zu absolvieren. Mit wachsendem Kilometerstand, merken wir unsere Füße immer stärker. Es ist teilweise schon etwas schmerzhaft. Den Grund dafür sollten wir erst nach dem Urlaub erfahren. Über Hohenseefeld, Heinsdorf geht es dann nach Walsdorf. Jetzt sind wir schon gefühlt auf der Rücktour. Von Walsdorf über Schlenzig bis Fröhden geht es oft bergauf. Dazu kommt wieder viel Regen und dann auch noch ein böiger Wind. Es ist teilweise eine ganz schöne Quälerei. Die Füße schmerzen immer mehr. Hier haben wir uns schon geschworen, nicht mehr so schnell eine so lange Tour zu fahren. Wir nähern uns Hohengörsdorf, unserem Ziel vom Vortag. Die nun folgende Strecke kennen wir schon. An einem Pausenplatz machen wir Rast. Nach kurzer Beratung, entschließen wir uns, die Inliner auszuziehen und ein Stück zu Fuß zu gehen. Unsere normalen Schuhe haben wir in weiser Voraussicht im Rucksack. Wir laufen so ca. 4 Kilometer. Dann wechseln wir die Schuhe wieder und sind bis zur Pension gefahren. Dort sind wir um 19.30 Uhr und trinken erst einmal Kaffee und essen etwas. Leider war auf der ganzen Tour nicht eine Möglichkeit wenigstens einen Imbiss zu bekommen. Eigentlich schade, da die Tour an sich sehr schön ist. Nach dem Essen gehen wir duschen. Uns tun nach 1 Stunde immer noch die Füße weh.

Nach der Dusche schauen wir noch etwas fern und gehen dann schlafen. Wir sind ganz schön fertig. Wir waren 9,5 Stunden unterwegs und sind 50 km gefahren.

Mittwoch 25.06.2014
geplant: Ausflug nach Golßen und in den Spreewald

Wir stehen früh auf. Uns tun die Knochen noch ganz schön weh. Draußen ist es dunkel, weil es total bewölkt ist und es regnet wie aus Kannen. Wir machen uns vor dem Frühstück noch einen Kaffee auf dem Zimmer. Dann geht es zum Frühstück. Danach setzen wir uns ins Auto und ab Richtung Spreewald. Das Wetter ist wirklich katastrophal. Es hört nicht auf zu regnen. In Golßen besuchen wir einen Bekannten. Dort bleiben wir ca. 1,5 Stunden. Dann fahren wir nach Luckau und statten dort dem Sohn des Bekannten aus Golßen auf seiner Arbeit einen kurzen Besuch ab. Nach der Weiterfahrt machen wir in Lübbenau chic Mittag. Es gibt Wels mit Grießklößen. Hat super lecker geschmeckt. Im Anschluß nutzen wir eine Regenpause und statten dem Hafen Lübbenau einen Besuch ab. Wir kaufen zwei Matjesbrötchen und setzten dann zur Rückfahrt an. Gegen 16.30 Uhr sind wir zurück. Es gibt Kaffee und wir essen die gekauften Matjesbrötchen. Danach packen wir schon die großen, nicht mehr benötigten Sachen ins Auto. Dann Fernsehen, duschen und gegen 23.00 Uhr schlafen. Am nächsten Morgen gehen wir frühstücken, verabschieden uns von der Hauswirtschafterin und fahren bei schönem Sonnenschein nach Hause. Trotz der Strapazen waren es schöne Tage in Brandenburg.

Donnerstag 26.06.2014

Den heutigen Tag nutzen wir zum aufräumen, Inliner reinigen und ölen und was man sonst so nach einem mehrtägigen Ausflug macht. Beim Reinigen der Inliner, fällt Ines auf, dass sich bei ihren Inlinern die Rollen gar nicht mehr richtig drehen. Bestimmt eine Folge der langen Tagesstrecke mit dem Regen. Na ja, ich gebe zu, ich habe die Inliner bei der “Amazone” bestellt. Die waren recht billig und da kann man auch nicht die Qualität erwarten. Wir wußten damals ja nicht ob das Inliner fahren etwas für uns ist. Wenn man sich da Inliner für 200,- Euro gekauft hätte und man stellt fest, dass es einem doch nicht zusagt, da hätte man sich über die Geldausgabe schon geärgert. Die Inliner bei Amazon haben pro Paar aber nur 50,- Euro gekostet, das wäre dann zu verschmerzen gewesen. Am Preis merkt man aber auch schon die Passform und auch die Qualität der Rollen und auch der Kugellager.

Freitag 27.06.2014

Was für ein Wetter. Die Sonne scheint als wolle sie etwas gutmachen. Wir haben nichts geplant und entscheiden uns spontan dazu, nach Zittau zu fahren. Wir wollen in Sportgeschäften mal nach neuen Inlinern Ausschau halten. Dieses Mal mit Probetragen und Beratung. Als wir das erste Sportgeschäft betreten, von dem wir im Internet gelesen haben dass die dort auch Füße vermessen, hatte dort keiner, wirklich keiner, einen blassen Schimmer was wir denn eigentlich wollen. Von Vermessung ganz zu schweigen. Also nichts wie raus und zu “Intersport”. Was wir dort erlebt haben hat uns richtig begeistert. Freundlich, zuvorkommend und absolut kompetent wurden wir beraten. Wir konnten verschiedene Schuhe probieren und erhielten immer wieder Tips, welche wir sehr gern angenommen haben. Schließlich kauften wir für jeden ein paar K2-Inliner. Wie oben beim Fläming-Skate erwähnt, kommt jetzt die Auflösung unserer Fußprobleme. Eigentlich war die Lösung ganz einfach: die alten Inliner waren einfach 1-2 Nummern zu klein. Mit den Neuen haben wir noch etliche Fahrten unternommen. Es ist zu den Alten überhaupt kein Vergleich. Die fahren viel leichter, man steht viel sicherer und wir haben KEINE Schmerzen mehr.

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