Urlaub 2010

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Unser Plan für das Jahr 2010 sah folgendermaßen aus:
Eine Kombitour aus Fahrrad- und Bootfahren.                                                          

Montag 02.08.2010
Das bedeutete, dass wir von zu Hause mit dem Auto, vollgepackt mit der Campingausrüstung, Boot und den Fahrrädern auf dem Heckträger, in Richtung Kromlau gestartet sind. Leider begann der Urlaub bei relativ miesem Wetter. Das hielt uns aber nicht von unserem Plan ab. Optimistisch wie wir nun mal sind, waren wir überzeugt, dass sich das Wetter, noch während des Urlaubs, bessern wird. Welchem Trugschluss wir da aufgesessen sind, wird sich noch herausstellen.

In Kromlau angekommen wurde erst mal an unserer Stammposition das Zelt, im strömenden Regen, aufgebaut.

Nachdem das Zelt stand, überlegten wir, was wir an diesem Tag noch anstellen werden. Der Entschluss stand schnell fest. Wir setzten uns ins Auto und fuhren in den Branitzer Park. Dort angekommen setzte der Regen aus und wir hatten Zeit und Muße uns das Erbe der Pücklers anzusehen. Die Parkanlage ist sehr beeindruckend, fast noch schöner als der Pücklerpark in Bad Muskau. Besonders hervorzuheben sind die Stufenpyramide mit innenliegendem Grab Pücklers und die Wasserpyramide. Nach ein paar Stunden, mit Mittagessen im Park, fuhren wir nach Kromlau zurück. Da wir am Vorabend noch bei einem 50 sten Geburtstag waren, stellte sich so langsam Müdigkeit ein. Bei mir etwas mehr als bei Ines. Das bedeutete, dass wir nach der Rückkehr aus Branitz nur noch ein bisschen rätseln, dann zu Abend essen und nach dem Waschen und einem Bierchen, nicht zu spät ins Zelt zum Schlafen gehen

Dienstag 03.08.2010
In der Nacht fing es wieder an zu regnen. Unser Plan, nach dem Aufstehen, sah eigentlich eine Radtour vor. Leider mussten wir diese, auf Grund des Regens, ausfallen lassen. Wir entschlossen uns, mal an den Spremberger Stausee zu fahren, um diesen als vielleicht künftiges Paddelgewässer, evtl. auf einer Spreetour, zu erkunden. Also wieder das Auto klar machen und los. Am Stausee angekommen, sahen wir uns den Zeltplatz Bagenz an. War auch sehr angenehm anzuschauen,, wahrscheinlich bei trockenem Wetter noch schöner. Als wir am Strand ankamen, trauten wir unseren Augen kaum. Der See war fast trocken. Wie wir später erfuhren, wird grade am Stauwerk gebaut und deshalb wurde ein Teil der Talsperre abgelassen. Na ja, wird wohl bald wieder etwas mehr Wasser im See sein (wie recht wir mit der Vermutung hatten stellt sich später noch heraus). Nun traten wir den Rückweg an. Die nächste Aufgabe war recht einfach. Wir brauchten eine Tankstelle. Leider gibt es in der Gegend nicht viele davon und eine an der man auch Autogas bekommt ist uns nicht begegnet. So sind wir in Bad Muskau über die Grenze und haben in Polen unseren Gastank füllen lassen. Im Anschluss sind wir an einem Imbiss zu Mittag eingekehrt. In der Zwischenzeit hatte es auch aufgehört zu regnen. Wir packten die Fahrradkarte aus und suchten uns eine kurze Tour heraus, setzten uns ins Auto und fuhren auf den Zeltplatz, um die Radtour zu starten. Wir zogen uns um, sattelten die Räder und fuhren los. Nach ca. 800 m Fahrt fing es wieder an leicht zu regnen. Das sollte uns erst nicht stören und so fuhren wir noch ein Stück. Der Regen wurde immer stärker. So langsam spürten wir die Nässe, trotz der Regenjacken, auf der Haut. Es dauerte demzufolge nur Bruchteile von Minuten und wir waren völlig durchnässt. Damit war der Fahrradausflug, nach etwa 10 min, geklärt. Also zurück zum Zelt und erstmal trockenlegen. Gut ist, dass es in Kromlau einen schönen Unterstand gibt, unter dem man vor Regen sicher ist.

Nach der erfolgreichen Trocknung, begannen wir das Abendbrot vorzubereiten. Der Kocher wurde aufgebaut und wir bräuten uns ein leckeres Süppchen aus der Blechdose. Wir verspeisten dieses Festmahl mit großem Appetit und wärmten uns damit innerlich ordentlich auf. Ein Problem bestand aber weiterhin. Die Füße wollten nach der starken Nässung nicht so wirklich warm werden. Große Frage: “Was tun?” Die Lösung folgt. Nachdem das Dinner beendet war, wuschen wir das Geschirr auf. Dann hatte Ines die zündende Idee. Wir stellten abwechseln unsere Füße, in das noch heisse, Abwaschwasser und ließen sie mal so richtig durchwärmen. Das war ein wirkliche Wohltat. Dann spielten wir noch ein bisschen Karten und gingen dann ins Zelt um zu schlafen.

Mittwoch 04.08.2010
Nach dem Aufstehen besprachen wir beim Frühstück den Plan für den Tag. Da der Regen aufgehört hatte, wollten wir mit den Rädern, entlang des Oder-Neisse-Radweges, nach Forst und über Schleichwege wieder zurückfahren. Nach dem  Frühstück, machten wir uns auf den Weg nach Forst.

Das Wetter hatte sich auf wunderbare Weise komplett verändert. Die Sonne schien vom strahlenden Himmel. Ein paar harmlose Wolken zogen ruhig dahin und die Temperaturen waren zum Radfahren nahezu optimal. Auf der Tour begegneten uns auch viele andere Radfahrgruppen. Die erste Pause machten wir am Glockenhof Köbeln. Jener Ort, an dem wir auch im Jahre 2008 eine Nacht gezeltet hatten. Danach ging es weiter Richtung Wasserkraftwerk Siedlec.

In Forst wollten wir im Rosengarten zu mittag essen. Das erwies sich als komplizierter als gedacht. Vom Einlass, nach rechts zum Imbiss, sollten wir Eintritt bezahlen. Nach links war kein Eintritt erforderlich, aber die Gaststätte war völlig überfüllt. Somit verließen wir hungrig den Rosengarten, um in Forst eine Möglichkeit zum preiswerten Mittagessen zu finden. Mitten in der Stadt fanden wir dann einen vietnamesischen Imbiss, an dem wir es uns schmecken ließen. Danach ging es, teilweise auf der Lausitzer Bergbautour, über Groß Jamnow - Gahry - Jocksdorf - Döbern - Tschernitz, zurück zum Zeltplatz in Kromlau.

Am Abend sind wir dann, nach dem Waschen und Frischmachen, in unsere Stammgaststätte zum Essen gegangen. Da am nächsten Morgen die Abreise anstand, sind wir nicht zu spät schlafen gegangen. Mal sehen welches Wetter uns am nächsten Tag erwartet.

Donnerstag 05.08.2010
Am Morgen begannen wir nach dem Frühstück das Zelt abzubauen, unsere Siebensachen zu packen und machten uns auf den Weg nach Bresinchen.
Den Zeltplatz in Bresinchen hatten wir schon im Urlaub 2008 kennen gelernt. Wir waren echt gespannt wie sich der Platz in den letzten Jahren entwickelt hat.
Bei der Ankunft zeigte sich gegenüber 2008 keine Veränderung. Die Rezeption, in einer kleinen Holzbaracke untergebracht, war wie 2008 verlassen und ein Zettel mit Tel.-Nr. hing an der Eingangstür. Das Sozialgebäude hatte uns letztens schon begeistert. Der Zustand war immer noch wie vor zwei Jahren. D. h. Ausstattung super, Reinigungszustand absolut spitze. Per Telefon meldeten wir unsere Ankunft und begannen unser Zelt aufzubauen.

Gegen 11.30 Uhr war der Aufbau beendet. Da Mathias auch nach Bresinchen kommen wollte, riefen wir nach erfolgtem Zeltaufbau an. Er war kurz vor Cottbus. Dann rief Mathias an und ich bin ihn im Ort abholen gefahren. So, jetzt noch Mathias sein Zelt aufbauen.

Mathias hat an Alles gedacht. Das Zelt zum Übernachten, das Kolibri zum Paddeln auf der Neisse, seine Rauchuntensilien und sein Handy. Allerdings kein Waschzeug, kein Zahnputzzeug und natürlich keine Sachen zum Wechseln. Aber war nicht so schlimm, erstens konnte man etwas kaufen und zweitens kann Mutti die Sachen ja auswaschen. Wir fuhren dann noch nach Guben zum Einkaufen. Zum Abendbrot gab es dann Kartoffelsalat und Würstchen. Den Abend lassen wir mit Karten spielen und Bier trinken ausklingen. So gegen 21.00 Uhr gehen wir uns waschen und dann schlafen.

Freitag 06.08.2010
Gegen 06.30 Uhr stehen wir auf, gehen uns waschen und machen Frühstück. Irgendwann ist auch Mathias aufgestanden und wir besprechen den Tag. Was machen wir heute: Vorschlag 1: Radtour, entlang dem Oder-Neisse-Radweg, an den Zusammenfluss von Oder und Neisse. Vorschlag 2:  Boote einpacken, nach Guben fahren und auf der Neisse bis zur Neissemündung paddeln. Der Entschluss steht schnell fest. Wir fahren mit den Rädern und verschieben die Paddeltour auf den nächsten Tag.
Wir satteln die Räder und machen uns auf den Weg. Der Oder-Neisse-Radweg fährt sich echt gut, auch wenn einige Radler behaupten, er wäre langweilig. Das liegt sicher auch im Auge des Betrachters bzw. des Radlers.

Nach nicht allzu langer Zeit erreichen wir schließlich bei Ratzdorf die Neissemündung. Es ist immer wieder beeindruckend, den Unterschied zwischen Neisse und Oder zu sehen. Die Neisse, bei uns zu Hause noch ein Fluss, mutiert hier zu einem kleinen Dorfbach.

An der Neissemündung machen wir eine ausgiebige Pause. Dabei kommen wir mit zwei älteren Herren ins Gespräch. Diese erzählten uns, dass sie aus den “gebrauchten” Bundesländern kommen und den Radweg von Zittau, in der Oberlausitz, an die Ostsee fahren wollen. War ein sehr angenehmes Gespräch, ohne Vorurteile Ost-West und ohne Besserwisserei von der einen oder anderen Seite.
Wir verabschiedeten uns und setzten die Fahrt Richtung Norden fort. Unser nächstes Ziel sollte das Kloster Neuzelle werden.

Noch vor zwei Jahren mussten wir, um von Ratzdorf nach Neuzelle zu gelangen, den Radweg verlassen (Bauarbeiten) und auf der Landstraße über Wellmitz fahren. Doch diesmal ging es auf dem Radweg weiter und an der entsprechenden Abzweigung nach Neuzelle. Gegen mittag trafen wir dann dort ein. Eine Besichtigung des Klostergarten folgte. Einen Besuch des Klosterinneren schenkten wir uns diesmal und schritten gleich zum Mittagstisch in einer Gaststätte vor dem Kloster. Dort erwartete uns eine Überraschung. Wir wollten die Speisekarte studieren als der Kellner kam, um uns mitzuteilen, dass die Küche defekt ist. Somit war die Speisenauswahl außerordentlich beschränkt. Schön war, dass es wenigstens ein kühles Hefeweizen gab.

Wir genossen, trotz wenig Auswahl, das Mittagessen, tranken in Ruhe unser Bierchen und suchten uns auf der Karte einen Rückweg aus.
Vom Kloster aus ging es durch den Ort, dann Richtung Schwerzko, durch den Ort an der Schwerzkoer Wassermühle vorbei. Dann weiter über Streichwitz, Bomsdorf, Sembten, Lutzketal, Grano und Schenkendöbern nach Guben.

Wir wollen noch die Einsetzstelle für unseren morgigen Bootsausflug auskundschaften. Die Einsetzstelle soll unweit des Bahnhofes sein. Der Bahnhof ist schnell gefunden. Die Einsetzstelle finden wir auch nach längerer Suche. Eigenartigerweise führt die Neisse recht viel Wasser und auch die Fließgeschwindigkeit hat sich, zu dem was wir auf unserem morgendlichen Ausflug gesehen haben, doch sehr erhöht. Wir fahren zurück nach Bresinchen und freuen uns auf morgen. Endlich soll der Bootsausflug starten. Auf dem Zeltplatz angekommen, sind schon wieder neue Camper angekommen. Da diese noch was vorhatten, drückten sie uns die Platzgebühren in die Hand und verschwanden zu einer Fahrradtour. Wir bereiteten das Kaffeetrinken vor und ließen es uns gut gehen. Beim Sozialgebäude stand eine Biertischgarnitur. An dieser machten wir es uns gemütlich. Wir waren vor dem Regen geschützt und spielten Karten. Während wir so saßen kamen auf einmal zwei Transporter vorgefahren und luden einen Grill, Tisch und Stühle aus. Danach brachten sie noch eingepacktes Essen herzu und begannen alles aufzubauen. Wir wunderten uns aber ließen uns nicht stören.

Nach dem Kartenspiel bereiteten wir das Abendessen vor. Es gab Büchsengoulasch mit Nudeln. Dabei mussten wir leider die Sülze der Leute anhören, die neben uns Skat spielten und irgendwelches Zeug auf dem Grill zubereiteten. Nach dem Abendbrot wuschen wir ab und spielten noch ein bisschen Karten. Die Skatspieler wurden, mit steigendem Alkoholspiegel, auch immer lauter. Intelligenter wurden die Aussprüche aber auch nicht. Mit dem Eintreten der Dunkelheit gingen wir uns waschen und dann zu Bett. Die Nacht war recht unruhig. Erstens wurde der Regen und Wind immer stärker und zweitens machten die Skatspieler einen unglaublichen Lärm. Irgendwann sind wir dann eingeschlafen.

Samstag 07.08.2010
Heute nun soll endlich unser Neisseausflug, mit den Booten, starten. Als wir aufstehen regnet es natürlich schon wieder. Bei dem Wetter macht das Paddeln sicher keinen Spaß. Außerdem hat Mathias keine Spritzdecke für das Boot mit und auch die Schwimmweste hatte er zu Hause gelassen. Da wir gestern den Wasserstand der Neisse gesehen haben, denken wir dass die Schwimmweste unentbehrlich ist. Das heißt, es muss Plan “B” her. Wir entschließen uns, einen schon früher gefassten Plan in die Tat umzusetzen. Wir fahren nach Guben, um dem Plastinarium einen Besuch abzustatten. Vielleicht bessert sich das Wetter und wir können Nachmittags Boot fahren. Der Besuch des Plastinariums war sehr interessant. Als wir nach Stunden das Gebäude verlassen, entdecken wir draußen in einem großen Behälter, eine zur Konservierung eingelegte Giraffe in Lebensgröße. Otschen Interesno. Der Regen hat nun ein wenig nachgelassen. Wir fahren zum Kaufland, um am Dönerimbiss zu mittag zu essen. Danach wollten wir zum Zeltplatz, um die Boote zu holen. Vorher geht’s noch mal zur Einsetzstelle. Was wir dort sehen überrascht uns sehr. Der Wasserstand hat sich erneut unglaublich erhöht. Wo kommt nur all das Wasser her? Auch die Strömungsgeschwindigkeit hatte Ähnlichkeit mit WW 2. Da es schon relativ spät ist, entschließen wir uns die Bootstour noch einen Tag zu verschieben. Wetter sollte ja, laut brandenburgischem Wetterbericht, besser werden. Zurück am Zeltplatz, entschließen wir uns zum Mittagsschläfchen. Nach der letzten Nacht schlafen wir recht schnell ein. Nicht lange. Wir werden durch merkwürdige Geräusche geweckt. Als wir aus dem Zelt schauen, trauen wir unseren Augen kaum. Es ist ein regelrechter Sturm aufgekommen und der Regen hat sich zum Wolkenbruch ausgeweitet. Wir setzten uns ins Vorzelt um die Sache im Auge zu behalten und versuchen etwas Karten zu spielen. Wir entschließen uns kurzerhand zum Abbruch und Heimfahrt. Wir wecken Mathias und beginnen ca. 15.00 Uhr mit dem Abbau. Während wir abbauen, bekommt Mathias einen Anruf von seinem Vater. Wir fragen was es gibt und erfahren, dass einige Häuser in Lawalde am absaufen sind. Von den Überschwemmungen in Ostsachsen hatten wir bis dahin nichts mitbekommen. Nun wussten wir, woher das viele Wasser in der Neisse kam. Wegen des Regens mussten wir uns beeilen. 15.38 Uhr war alles eingepackt und wir fuhren ab.

Während der Heimfahrt hat es ununterbrochen geschüttet. Auf den ersten Kilometern konnten wir gelegentlich die Neisse von der Strasse aus sehen. Der Wasserstand stieg stetig. Teilweise sahen wir schon besorgte Anwohner auf den Dämmen, die Neisse beobachten. Kurz vor zu Hause, sahen wir auch bei uns schon überschwemmte Wiesen und Felder, sowie stetig steigende Pegel, auch in Kleinflüssen.

Zu Hause angekommen verfolgten wir erstmal die Entwicklung des Hochwassers. Wir machen Kaffe und räumen die Autos aus. Beim Sachen wegräumen fällt uns auf, dass von der Schlafzimmerdecke Wasser tropft. Ines klettert auf den Spitzboden und stellt fest dass durch den Dauerregen der Schornstein-Dachanschluß undicht ist. Als werden wir uns gleich am Montag um einen Dachklempner kümmern müssen. Gut dass wir den Urlaub abgebrochen haben. Denn Oma hätte es erst mitbekommen wenn das Wasser in ihre Stube gelaufen wäre.

Sonntag 08.08.2010
Als wir früh aufstehen ist das Wetter deutlich besser als am Tag zuvor. Wir planen eine Fahrradtour. Startpunkt soll wieder einmal der Parkplatz am Bautzner Stausee sein. Wohin wir von dort weiterfahren wollen wir vor Ort entscheiden. Also die Fahrräder aufgeschnallt und los. Am Stausee ist unglaublich viel Betrieb. Wir fahren los und wollen den Spreeradweg nehmen. Als wir an die Staumauer kommen ist die Brücke dort mit Menschen überfüllt. Der Grund dafür: Man hat den Überlauf geöffnet um die Staumauer zu entlasten.

Wir hielten uns nicht lange auf und fuhren Richtung Niedergurig um dann weiter den Spreeradweg zu fahren. Dort kamen uns die nächsten Auswirkungen des Hochwassers in die Quere. Das hieß umdrehen und einen neuen Plan überlegen.

Der Weg führte uns zurück zum Gewerbegebiet Niedergurig und im Schatten der Staumauer nach Quatitz. Dort schlugen wir den Weg nach Großdubrau ein. Wir durchquerten den Ort und weiter über Sdier, Commerau, Kauppa nach Milkel. Über Lomske, Grünbusch und querfeldein über Dahlowitz zurück zu Stausee Bautzen. Inzwischen war auch die Fußgängerbrücke am Stauseeüberlauf aus Sicherheitsgründen komplett gesperrt. So mussten wir über die ungeliebte Bundesstraße 156 zu Parkplatz radeln. Bei den Eindrücken die wir auf der Tour hatten, kamen wir uns langsam so vor wie Hochwassertouristen. Aber das sollte noch nicht alles gewesen sein.

Montag 09.08.2010
Den erste Wochentag nach dem Abbruch der Tour nutzten wir für Einkauf, tanken und andere wichtige Sachen. Dazu gehörte auch den Dachdecker bestellen.

Dienstag 10.08.2010
Heute stand wieder eine Radtour auf dem Programm. Früh aufstehen ordentlich Frühstück und dann los. Die Autofahrt führte uns nach Uhyst an der Spree. Unser Plan sah vor so in etwa den Weg parallel zur Spree zu fahren und zwar so wie wir bei unserer Spreetour mit dem Boot gefahren sind.  In Uhyst angekommen haben wir uns einen Parkplatz gesucht und sind dann gleich auf den Spreeradweg gestoßen. Wir kamen dann zu der Brücke unter welcher wir damals die Boote aufgebaut haben. Auch hier waren die Auswirkungen des Hochwassers deutlich zu sehen. Unser damaliger Aufbauplatz war komplett überflutet.

Der Weg führte nun unmittelbar an den Bärwalder See. Da wir den See schon öfter umrundet haben gab es nicht wirklich etwas Neues für uns zu entdecken. Am Nordrand des Sees bogen wir nach Norden ab um auf der K848 in Richtung Ruhlmühle (unserer damaliger Aussetzpunkt) zu fahren. Der Radweg führt die ganze Zeit an der Straße entlang. Rechts liegt der Tagebau und links ist ein Wald der als militärisches Sperrgebiet ausgeschildert ist und etwas tiefer im Wald verläuft der Lauf der Spree. Schließlich war dann links in den Wald der Weg zur Ruhlmühle ausgeschildert. Somit bogen wir ab um dort eine Pause einzulegen. Als wir das Wehr sahen waren wir von den Wassermassen beeindruckt, die durch das Wehr rauschten.

Ich ging zu Fuß etwas weiter um auszukundschaften wo der Radweg weitergeht. Als ich über das Wehr ging sah ich auch schon das entsprechende Schild. Ich ging einen Waldweg weiter und gelangte an eine Senke. Dort führte der Radweg eigentlich über ein kleines Rinnsal. Dieses Rinnsal dient zur Wehrentlastung. Da die Spree sehr viel Wasser führte hatte man den Umfluter geöffnet und damit war der Radweg nicht mehr passierbar.

Wir bekamen so langsam Mittagshunger. Leider wird der Festplatz nicht immer bewirtschaftet. Allerdings entdeckten wir ein Schild mit Essenangaben. Nachdem wir uns etwas umgeschaut hatten sahen wir ein Privatgrundstück auf dem auch Bänke und Tische aufgestellt waren. Wir gingen hin und erkundigten uns. Siehe da es war die Richtige Stelle. Wir bekamen Mischbrot mit Würstchen, einen Salatteller und natürlich jeder einen großen Pott Kaffee. Es war urgemütlich und schmeckte wie bei Muttern. Als es ans bezahlen ging erlebten wir eine Überraschung. Auf die Frage was wir zu zahlen haben, antwortete man uns: “Geben sie was sie denken.” Mit so einer Antwort weiß man echt wenig anzufangen. Wir bezahlten eine uns angemessen erscheinenden Betrag und wollten dann weiter. Da der Radweg nicht passierbar war mussten wir einen Umweg in Kauf nehmen.
Entlang eines interessanten Naturlehrpfades ging es nach Neustadt. Dabei galt es noch so einige Wasserhindernisse zu durchfahren.

Von Neustadt weiter nach Spreetal. Von dort führte die Route nach Burghammer, dann vorbei am Scheibesee zum Dreiweibernsee. Den passierten wir und machten auf einem Waldweg noch eine Pause. Wir gingen uns erleichtern und rauchten noch eine. Alles lief in absoluter Ruhe und Gelassenheit ab. Die Kamera wurde positioniert und noch ein Bild mit Selbstauslöser geschossen. Während wir unsere Sachen sortierten hörten wir in unmittelbarer Nähe ein eigenartiges Geräusch. Bei nochmaligem Ertönen erkannten wir das Grunzen eines Wildschweins. Jetzt brachen wir in Hektik aus. Schnell die Helme auf den Kopf stülpen, die Brille auf die Nase und dann im Eiltempo die Gefahrenstelle verlassen. Wir traten wie die verrückten in die Pedale und wagten keinen Blick zurück. Hätte uns das Schwein gesehen hätte es sich wohl  vor Lachen auf den Rücken geworfen und dabei vergessen uns zu verfolgen.

Nach ein paar 100 Metern beruhigten wir uns und rollten langsam die letzten drei Kilometer zurück nach Uhyst, schnallten die Fahrräder auf und fuhren nach Hause.

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