Elbe Mai 2011

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Ausflug am 18.05.2011
Wetter: Sonne pur bis 25°C

In unserem Urlaub, im Mai 2011, wollten wir endlich mal eine Tour starten, die länger als nur ein paar Stunden dauern sollte. Wir planten eine 3-Tagestour, von Schmilka mit Ziel Riesa.

Am 18.05.2011 hieß es dann früh um 3.45 Uhr, raus aus den Federn, Kaffee trinken, waschen und Mathias wecken, da er uns nach Löbau auf den Bahnhof schaffen sollte. In Löbau dann Fahrkarte holen (extra Abschnitt über “Abenteuer DB”).
Um 06.00 Uhr fuhr der Zug nach Dresden. Dort angekommen, umsteigen und mit dem VVO ab nach Schmilka. Dort mit der Fähre ans andere Ufer, Boot aufbauen. Dieses Mal dauerte die Fahrtvorbereitung länger als sonst. Es war doch das Gepäck für drei Tage unterzubringen. Dazu gehörte unter anderem das Zelt, die Schlafsäcke, Isomatten, Klamotten und Verpflegung. So gegen 10.30 Uhr war Alles verstaut und das Boot konnte zu Wasser gelassen werden. Hier merkten wir zum ersten Mal wie schwer das Boot nun ist.

Was jetzt kam, ist ja schon von den zwei anderen Elbtouren aus dem Jahre 2010 bekannt. Die Fahrt bot auch keine großen Überraschungen. Also genossen wir die Fahrt in aller Ruhe. Bis Pirna gab es für uns kaum etwas Neues. Nach dem wir den Kanuclub Pirna passiert hatten, näherten wir uns, so langsam aber sicher, Schloss Pillnitz. Darauf hatten wir uns schon gefreut. Mal sehen, wie das Schloss vom Wasser aus wirkt. Sieht ganz hübsch aus wenn man es eigentlich nur vom Land aus kennt.

Nach Pillnitz weiter über Laubegast Richtung Wachwitz, wo unsere erste Übernachtung auf uns wartete. Wir hatten uns im Web informiert, wie die Übernachtungsmöglichkeiten an der Elbe sind. Dabei fiel uns angenehm auf, dass man bei fast jedem Sportverein, an der Elbe, zumindest die Möglichkeit bekommt ein Zelt aufzustellen und die sanitären Anlagen zu nutzen. Wir hatten uns für das Gelände des Segelclubs Dresden-Wachwitz entschieden. Also, Ausschau halten, um den richtigen Anlegepunkt nicht zu verpassen. Auf der rechten Seite kam auch schon der Bootsanleger in Sicht. Leider sind meine Augen nicht so gut und die Sonne stand auch schon tief. Jedenfalls habe ich den Balken, an dem man ein Segelschiff festmachen kann nicht gesehen. Ich hörte nur von hinten Ines rufen: “Achtung! Balken!” Da habe ich schnell die Arme hoch genommen und konnte im letzten Moment noch die Hände vornehmen und uns abfangen. Der Balken war genau in Gesichtshöhe. Das wäre ein “schönes” Ende unseres ersten Tages geworden, wenn ich den Balken gegen den Kopf bekommen hätte. Dann fuhren wir um den Bootsanleger herum und nahmen das Boot aus dem Wasser. Am Segelclub war das große Tor zu und auf dem Gelände war auch keiner zu sehen. Da ich aber die Telefonnummer aufgeschrieben hatte, rief ich gleich an. Der Mann am anderen Ende der Leitung war sehr nett. Er schickte uns gleich den Hafenmeister, der auch 15 Minuten später auftauchte. Der zeigte uns die sanitären Anlagen und die Küche. Nach den Formalitäten bauten wir unser Zelt auf und gingen Abendbrot essen.

Nach dem Abendessen, auf Empfehlung des Hafenmeisters, kehrten wir zum Segelclub zurück. Dabei erlebten wir einen schönen Sonnenuntergang. Wir setzten uns noch eine Weile hin, Ines schrieb die Erlebnisse des Tages auf, ich schaute im I-Net nach dem Wetter für den nächsten Tag. Da wurden schon für den kommenden Tag, nachmittags Schauer und Gewitter angekündigt. Wir dachten aber, wir lassen uns überraschen. Dann gingen wir duschen und ab ins Zelt.

Am Morgen des 19. erwachten wir bei strahlendem Sonnenschein und einem böigen Wind aus Südwest. Wir gingen uns waschen, etwas frühstücken (leider ohne Kaffee). Dann ging es ans Zelt abbauen und die Sachen im Boot verstauen. Inzwischen war es neun Uhr und der Hafenmeister kam, um ein Motorboot mit dem Slipwagen einzuholen. Da der Slipwagen beim Wassern aus den Schienen gesprungen war, halfen wir noch mit, den Wagen wieder einzuspuren. Dann wurde das Motorboot an Land gezogen und wir konnten mit leichter Verzögerung unsere Tour starten. Der Hafenmeister gab uns noch auf den Weg, dass für den Nachmittag schwere Unwetter mit Gewitter, Sturm und Starkregen angesagt waren.

Noch was zum Segelclub. Wir bedanken uns für die freundliche Aufnahme und die unkomplizierte Übernachtungsmöglichkeit.

Die Fahrt führte uns nun weiter in uns unbekanntes Terrain. Wir waren gespannt wie man Dresden vom Wasser aus erleben wird. Die nächste Attraktion ließ nicht lange auf sich warten. Bald kam nämlich die Loschwitzer Brücke, besser bekannt als das “Blaue Wunder”, in Sicht. Es war ja relativ früh und die Berufsschifffahrt hatte noch nicht begonnen, so dass wir die Fahrt in aller Ruhe genießen konnten.

Nach der Brücke kamen dann bereits die ersten Weinberge rechtselbig in Sichtweite. Es sieht schon schön aus. Unten die Weinreben und darüber thront das Schloß des Weinbauern. Schön ist auch, dass es im Allgemeinen einen sehr gepflegten Eindruck macht.

Vorbei an den Weingütern, sollte bald eine Brücke kommen, über die schon viel geschrieben und diskutiert wurde. Viele Wasserwanderer werden diese Brücke noch nicht gesehen haben, da sie noch nicht so lange die Elbe überspannt. Es handelt sich um die Waldschlösschenbrücke. Dort kam uns eines der wenigen Fahrgastschiffe entgegen.

Die Passage an dem Fahrgastschiff war recht knapp, da der Wasserstand auch für uns nur jenseits des Ufers ausreichend war. Aber, es hat ganz gut funktioniert. Nun näherten wir uns langsam aber sicher dem Terrassenufer in Dresdens Zentrum. Es war für uns ein Erlebnis, die “Weiße Flotte” mal von der Elbe aus sehen zu können. Aber es war auch erhöhte Aufmerksamkeit gefragt, da es jederzeit passieren konnte, dass eines der Schiffe ablegt. Aber es hat gut geklappt und wir sind ohne Probleme voran gekommen.

Nachdem wir die Augustusbrücke unterquert hatten, näherten wir uns der Marienbrücke. Da hörten wir ein lautes Hupen und sahen uns um, konnten aber nichts entdecken. Kurz darauf schallte ein Lautsprecherdurchsage: “Die Paddler da vorne, machen sie uns bitte Platz!” Wir hatten leider einen Tonnenleger übersehen, der mit ziemlicher Fahrt hinter uns herkam. Wir drehten schnell einen Vollkreis rechts, um diesen passieren zu lassen. Wurde ziemlich eng, da wir schon sehr nahe an den Pfeilern der Marienbrücke waren. Hat aber gut geklappt. Nach der Marienbrücke kommt man schon in eine ruhigere Ecke von Dresden. Wir passierten Pieschen Süd, Mickten und Übigau, um dann die Autobahnbrücke der A4 zu unterqueren.

Langsam aber sicher verlassen wir Dresden. Das Wetter beginnt sich zu verschlechtern. Es ziehen Wolken auf und es beginnt leicht zu nieseln. Wir legen ein paar Paddelschläge zu und kurz darauf hört der Regen auf. Wir fahren langsam weiter und der Regen holt uns wieder ein. So geht es immer weiter während wir uns Coswig nähern. Zwischendurch  sehen ein paar Pferde am Elbufer weiden.

Wie auf den oberen Bildern gut zu erkennen, schienen sich die Voraussagen des Hafenmeisters in Loschwitz zu bestätigen. Es zog sich immer weiter zu, ohne dass die Temperaturen sanken. Es wurde ziemlich schwül warm. Wir setzen unsere Fahr fort, mit dem Entschluß, wenn das Wetter nicht besser wird, in Meißen an Land zu gehen und mit der Bahn nach Dresden zurückzukehren. Na mal sehen was kommt. Weiter geht es an der Fähre zwischen Gauernitz und Kötitz vorbei. Die Elbinsel, nach der Fähre, sieht noch sehr urwaldmäßig aus.

Teilweise, wie auf dem Bild oben links zu sehen, riss die Wolkendecke auf und wir hatten die Hoffnung, dass die Wettervorhersage nicht zutrifft und wir unsere Fahrt hinter Meißen, am nächsten Tag, fortsetzen können. Kurz vor Meißen, gegenüber von Reppina und dem Schloß Scharfenberg, machten wir noch eine Pause. Leider zog sich der Himmel wieder komplett zu und die Wolken wurden dunkler. Es kam Gewitterstimmung auf.

Nach der kurzen Pause ging es dann schon weiter. Die Albrechtsburg grüßte schon von Weitem. Mal sehen, wo wir die SG Kanu Meißen finden werden, denn dort wollen wir aussetzen. Von da ist es nicht mehr weit zum Bahnhof. Nach Sörnewitz näherten wir uns der Bosel, ein Teil des Spaargebirges und den ersten Weinbergen am Ortseingang von Meißen.

Wir hielten jetzt Ausschau nach unserer Landungsstelle. Laut Karte, musste sie unmittelbar vor der Eisenbahnbrücke sein. Leider sind wir zu zeitig an Land gegangen. Ich ging zu Fuß um nachzuschauen,  als ich die richtige Stelle fand, setzten wir noch mal ein, um das Boot nicht zu weit tragen zu müssen.

An der Eisenbahnbrücke brachten wir unser Boot an Land. Es führt ein Weg geradezu zum Gelände der SG Kanu Meißen. Als wir an Land waren, kam ein Mann der SG auf uns zu und fragte, ob wir hier übernachten wollen, da würde er sofort den Slipwagen holen um unser Boot aufs Gelände zu bringen. Fanden wir total nett, lehnten aber dankend ab und erklärten, dass unsere Fahrt hier ohnehin zu Ende ist. Wir begannen das Boot auszuladen, zu zerlegen und in die Taschen zu verstauen. Dann schnallten wir es auf den Eckla, packten unsere Sachen in die Rucksäcke und machten uns auf den Weg zum Bahnhof. Dort erwartete uns das Abenteuer Deutsche Bahn.

Der Weg zum Bahnhof war trotz Wagen recht beschwerlich. Alles bergauf. Auf dem Bahnhof hieß es Fahrkarten besorgen. Also ran an den Automaten, Fahrziel angeben und bezahlen. Gesagt getan. Leider habe ich zuerst nur eine Karte genommen. Diese kostete 5,60 Euro bis DD Hbf. Ich fütterte den Automaten mit 3x2 Euro und wartete auf mein Wechselgeld. Leider vergeblich. Bei Problemen sollte man sich am Servicepoint melden. Der war, wie sollte es anders sein, nicht besetzt. Also 0,40 Euro eingebüßt. So, jetzt noch die zweite Fahrkarte holen. Und, wie könnte es anders sein, das gleich Spiel wie beim ersten Mal. Na ja, Herr Mehdorn braucht wohl das Geld für Stuttgart 21 oder zur Unterhaltung des Schwachsinnbahnhofes in Berlin (siehe Urlaub 2011). Wir gönnten uns vor der Abfahrt noch einen Kaffee. Die nette Verkäuferin beim Bäcker im Bahnhof achtete, derweilen wir zum Kaffee eine rauchen gingen, auf unser Gepäck. Danach gingen wir auf den Bahnsteig wo der Zug bereits zum einsteigen bereit stand. So wie wir saßen und der Zug losfuhr, begann das angekündigte Unwetter aufzuziehen.

Ankunft DD. Zug nach Löbau raussuchen. Fuhr in ca. 9 min. Schnell zum Bahnsteig. Leider keine Zeit zum Karten kaufen, also zur Schaffnerin und dort eine erwerben um nicht Strafe zahlen zu müssen. Ha, da haben wir doch gedacht wir sind bei der VVO. War aber ein Irrtum. Die “nette” Schaffnerin war nicht bereit uns ein Ticket zu verkaufen (O-Ton laut und deutlich: “Das geht nicht.” Also den nächsten Zug nehmen (ging eine halbe Stunde später, hält aber in jedem Nest). Somit hatte ich Zeit die Fahrkarten zu kaufen. Mal sehen ob dieser Automat wenigstens Wechselgeld rausgeben kann. Ticket rausgesucht. Kostet 36,- Eur. Geldschein in den dafür vorgesehenen Schlitz gegeben. So wie der verschwand, tauchte er auch schon wieder auf. Zweiter Versuch, gleiches Ergebnis. Was nun? Aha, die Automaten nehmen nur Scheine bist zwanzig Euro. Langsam fange ich an diese Dinger zu hassen (die können ja nichts dafür). Ich frage mich wie weit der Service der Bahn noch gesenkt werden soll. Wahrscheinlich so lange bis keiner mehr damit fährt wenn es nicht zwingend notwendig ist. Wir sind jedenfalls gegen Abend dann in Löbau angekommen wo Mathias uns schon erwartete. Es waren schöne zwei Tage. Die Geschichten mit der Bahn wollten wir vergessen. Dass es mit diesem Unternehmen, in dessen Führungsetage und wohl auch in den Abteilungsleitungen von “Nieten in Nadelstreifen” (siehe Günter Ogger) nur so zu wimmeln scheint, noch schlimmer geht, erfahrt ihr im Urlaubsbericht 2011.

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